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Aktuelle Presseberichte und Presseerklärungen über DEMO, Lärmschutz, XXXL und Zusammenhänge

Wir haben unsere Presseerklärung sowohl an die regionalen Medien, wie auch die Stadtpolitik und Orstbeiräte von Biebrich, Schierstein und AKK  versandt. Außerdem hat sich die Initiative für den Einsatz von Bundesministerin Dr. Kristina Schröder in Sachen Lärmschutz an der Schiersteiner Brücke mit einem persönlichen Schreiben bedankt (Rundschau- und Tagblatt-Artikel siehe unten) und sie zur Demo bzw. einem Grußwort eingeladen.

Allerdings machen sich die Aktiven wie auch die betroffenen Anwohner keine Illusionen. Das sich die Stadt Wiesbaden für durchgängigen Lärmschutz einsetzt, ist weniger dem Wohl der Anwohner geschuldet, sondern der Werthaltigkeit noch verkaufbarer Flächen im Bereich Schierstein, vor allem am Blierweg und womöglich des Wohnsitzes einiger altgedienter Stadtpolitker in den Villen der Rheingaustraße.

Lärmschutz wollen sie alle, dass wir eine Verkehrsentlastung bekommen, interessiert nicht wirklich, da die Stadtpolitik das Gebiet verkehrstechnisch längst aufgegeben hat.

Doch wir haben eigene Vorschläge, durchaus vernünftige und auch bezahlbare, für eine langfristige Planung, auch in Zusammenhang mit dem anstehende Bau der A66. Wir werden uns hier durchgängig weiter einsetzen, für alle Biebricher, auch jene dann besonders Betroffene in der Gibb und entlang der Biebricher Allee.

Die Bürger Wiesbaden und nicht nur die müssen endlich erkennen, dass sie als Einzelkämpfer für ihre Interessen nicht weiterkommen. Verbünden sich Stadtteile und Initiativen, kann die Politik nicht mehr ausweichen und muss auf Argumente eingehen und langfristig die Interessen berücksichtigen.


Sei es wie es sei, einige Links zu aktuellen Presseartikeln in diesem Zusammenhang werden hier mit kurzem Anriss chronologisch eingestellt und noch ergänzt….

Pressemitteilungen und Presseerklärungen in chronologischer Reihenfolge:

Pressemitteilung (per Mail) der Schiersteiner Grünen vom 20.5.2010

Sehr geehrte Damen und Herren,

nachstehende Presseerklärung der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Schiersteiner Ortsbeirat möchte ich Ihnen gerne mit der Bitte um Kenntnisnahme und Beachtung übersenden:

Um vorweg einmal aus dem neuen CDU-/SPD-Koalitionsvertrag zu zitieren:

„Die Realisierung eines Möbelmarktes im Gewerbegebiet Petersweg in Mainz-Kastel ist für die Koalition nicht darstellbar.“

Da wird ein stadtplanerisches Problem Wiesbadens mal eben schnell in Koalitionsverhandlungen entschieden, mit nicht absehbaren Folgen für das ohnehin schon hochbelastete Gebiet um Äppelallee/Hagenauer Straße und die beiden Stadtteile Biebrich und Schierstein. Denn als Konsequenz ist doch wohl unvermeidlich, dass wir in diesem Bereich einen Ausbau zum XXXXXL-Möbelmarkt bekommen, von den zusätzlichen Läden und sonstigen Angeboten gar nicht zu reden. Das Verkehrschaos lässt grüßen.

Damit ich nicht missverstanden werde: Ich möchte als Schiersteiner Kommunalpolitiker jetzt nicht das Sankt-Florians-Prinzip auspacken, um die Probleme eines Monster-Möbelmarktes nach Kastel „abzudrücken“, aber eine schnelle Lösung bei Koalitionsverhandlungen ist für ein derartiges Thema eindeutig der falsche Weg. Es sind sicher auch nicht alle Koalitionäre mit dieser Richtung einverstanden. Man denke nur einmal an die leidenschaftlichen Plädoyers des ehemaligen Biebricher Ortsvorstehers Gores, der ja jetzt auf sein Mandat im Ortsbeirat verzichtet hat, um sich ganz dem Stadtparlament zu widmen. Nun darf er seine Arbeit dort auf derartige Festlegungen aufbauen.

Gespannt bin ich auch, wie jetzt die CDU- und SPD-Kolleginnen und -Kollegen im Biebricher und Schiersteiner Ortsbeirat mit dem Thema umgehen.

Herzlichen Dank und herzliche Grüße

Walter Richters

Wiesbadenaktuell am 20.5.2010

Ein Stück Lebensqualität geht in Biebrich verloren

Die Einwendungen von über 170 Familien der Siedlungen Rosenfeld und Selbsthilfe in Biebrich, gegen die völlig unzureichenden Lärmschutzmaßnahmen beim sechsspurigen Neubau der Schiersteiner Brücke und Ausbau der A 643, sind nach Angaben von Mario Bohrmann nahezu vollständig ignoriert worden. Darum wollen die Anwohner am 28. Mai mit einer Demonstration durch Biebrich auf sich und ihre Lage aufmerksam machen.

Frakfurter Rundschau am 19.5.2011

„Das ist ein Schlag ins Gesicht“

Von Erleichterung bis Kritik reichen die Reaktionen auf den von CDU und SPD vorgelegten Koalitionsvertrag

(…)Enttäuscht reagierte derweil das Aktionsbündnis „Biebricher gegen Verkehr XXL“ auf das von Schwarz-Rot ausgehandelte Vertragswerk, das von den Parteimitgliedern noch abgesegnet werden muss: Lösungen für die Äppelallee, wo Mann Mobilia sein bestehendes Möbelgeschäft vergrößern will, hält der Koalitionsvertrag nämlich nicht vor, wie das Bündnis bedauert. „Dass die Äppelallee nicht ein einziges Mal erwähnt wird, ist speziell für die Anwohner ein Schlag ins Gesicht“, so Sprecher Mario Bohrmann. Rund um die Äppelallee und Hagenauer Straße leiden die Bewohner seit Jahren unter den täglichen Staus.

AKK-Zeitung vom 19.5.2011

„Biebricher gegen Verkehr XXL” demonstrieren am 28.05.2011 für aktiven Lärmschutz an der Schiersteiner Brücke und mehr Lebensqualität.

Arbeitskreis Umwelt und Frieden AUF-AKK am 18.5.2011

AUF AKK freut sich: Kein Möbelmarkt im Petersweg

Der Arbeitskreis Umwelt und Frieden AKK freut sich, dass die Planungen für einen großen Möbelmarkt im Kasteler Gewerbegebiet Petersweg vom Tisch sind. „Das ist wirklich ermutigend”, kommentiert der Sprecher des AUF AKK Frank Porten die Nachricht aus Wiesbaden. Die Koalition von SPD und CDU hat, wie jetzt bekannt wurde, von entsprechenden Plänen Abstand genommen. In dem Koalitionsvertrag soll es heißen, dass ein Möbelmarkt in Kastel „nicht darstellbar” sei. „Diesen Erfolg haben wir vor allem dem konsequenten Widerstand der Aktionsgemeinschaft Petersweg zu verdanken,” lobt Porten das Engagement der Bürgerinitiative, die sich seit gut einem Jahr gegen die Pläne einer Möbelmarktansiedlung wendet. Auch Ronny Maritzen, Fraktionssprecher des AUF Kastel, ist erleichtert: „Dieser Möbelmarkt hätte für ganz AKK eine ungeheure Verkehrsbelastung zur Folge gehabt.” Der AUF kündigte an, die Initiative „Biebricher gegen Verkehr XXL” weiterhin in ihrem Kampf für die Verkehrsberuhigung politisch zu unterstützen. „Wir brauchen überall weniger und nicht mehr Verkehr”, so Porten. Die Forderung nach Verkehrsberuhigung bleibe ein politischer Dauerbrenner: „Das Thema Verkehr ist einer unserer Schwerpunkte in den nächsten Jahren.”

AUF AKK

Frankfurter Rundschau am 16.5.2011

Schröder will mit Ramsauer reden

Ihren direkten Draht zu Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer(CSU) will die Wiesbadener Bundestagsabgeordnete und Familienministerin Kristina Schröder (CDU) nutzen, um eine Verbesserung des Lärmschutzes beim Neubau der Schiersteiner Brücke zu erreichen.

Wiesbadener Tagblatt am 14.5.2011

Ministerin will für Lärmschutz kämpfen

(red). Die Wiesbadener Bundestagsabgeordnete Kristina Schröder (CDU) unterstützt die Forderungen nach einem wirksamen Lärmschutz für die Autobahn 643 im Bereich der Schiersteiner Brücke. Die Familienministerin setzt sich dafür ein, alle Lärmschutzmöglichkeiten intensiv zu prüfen. Vor allem müsse ausreichend geprüft werden, inwiefern aktive Maßnahmen wie Lärmschutzwände notwendig und wirksam seien. Dadurch würden die Baukosten schätzungsweise um weniger als ein Prozent steigen. Gleichzeitig könnten aber die Lebensqualität der Bürger und die Perspektiven für die Stadtentwicklung wesentlich erhöht werden, so Kristina Schröder weiter. Das gelte es ausreichend zu prüfen. Sie könne die ablehnende Haltung des Staatssekretärs des Bundesverkehrsministeriums, Rainer Bomba, gegenüber der Stadt bezüglich weiterer Lärmschutzmaßnahmen wie Lärmschutzwänden nicht hinnehmen und habe sich an Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und an den hessischen Verkehrsminister Dieter Posch gewandt.

Täglich überqueren rund 80 000 Fahrzeuge die Schiersteiner Brücke – in Zukunft sind es wahrscheinlich 100 000. Der zunehmende Verkehr bedeute auch mehr Lärm, so Schröder weiter. Die neue Brücke wird Wohn- und Gewerbegebiete sowie unverzichtbare Naturschutz- und Naherholungsgebiete an den Rheinufern und auch im Fluss überqueren. Die Stadt unternehme derzeit große Anstrengungen, um Biebrich und Schierstein weiterzuentwickeln, so Schröder. Ziel sei eine Balance aus wirtschaftlicher Nutzung, Wohnraum und Naherholung. „Wir benötigen daher beim Neubau der Brücke einen effektiven Lärmschutz, der den Bedürfnissen der Anwohner und den Entwicklungschancen der Region Rechnung trägt. Hier werden die Weichen für die kommenden Jahrzehnte gelegt“, sagt Schröder.

Unsere Demo in den Medien – Video und Presseberichte

Die Biebricher gegen Verkehr XXL sind endgültig angekommen – Auch im Fernsehen wurde noch am Abend der Demonstration über uns berichtet.

Es wurde nun auch ein Konto bei YouTube für die Verkehrsinitiative eingerichtet. Unser eigenes Video, gefilmt durch “Kamerakind” Gerhard Nietzsch, folgt nach der Bearbeitung. Dies kann jedoch etwas dauern, da sehr aufwändig und viel Material. Aber die bereits bearbeiteten 30 Sekunden der Hessenschau lohnen sich in jedem Falle.

Biebricher gegen Verkehr XXL – DEMO am 18.12.2010 – Bericht in der Hessenschau

Schöne Bilder von friedfertigen, fröhlichen Menschen, obgleich die Situation ja alles andere als erfreulich ist. Aber wir können stolz auf uns sein. Wir widmen diesen Film dem Magistrat zur Mahnung jetzt sehr zügig, aber bitte nur gemeinsam mit uns, die Problematik ergebnisoffen anzugehen. Den Verkehr schneller zu machen ist kaum die richtige Lösung. Äppelallee und Hagenauer Straße waren niemals für diese Belastung ausgelegt und die Bürger werden solchen einseitigen Maßnahmen auch nicht zustimmen. Sonst sehen wir uns in 2011 vielleicht regelmäßig zu Samstagsdemonstrationen!?!

Dass kann wirklich niemand wollen. Wir sind nicht gegen die Märkte und sind selbst Verkehrsteilnehmer. Aber wir sind für langfristige Lösungen die nur funktionieren können, wenn Stadt und Land, Bürger und Gewerbetreibende an einem Strang ziehen. Eigene Vorschläge werden wir noch vor der Kommunalwahl in 2011 präsentieren.

Der erste Pressebericht mit sehr schönen Bildern ging ebenfalls gestern noch online. Siehe hier auf Wiesbadenaktuell.de

Seit Sonntagmittag berichten auch Wiesbadener Kurier, Wiesbadener Tagblatt und Allgemeine Zeitung Mainz über die gelungene Demo. Ein Auszug daraus:

Anwohner demonstrieren gegen Verkehrsbelastung in Äppellallee in Biebrich

19.12.2010 15:42 Uhr – WIESBADEN

Von Joachim Atzbach

Der befürchtete Verkehrskollaps ist ausgeblieben. Bei strahlendem Sonnenschein, aber eisigen Temperaturen, verschafften 200 Demonstrations-Teilnehmer ihrem Zorn über die Verkehrssituation rund um Äppelallee und Hagenauer Straße Luft. Aufgerufen hatte die Bürgerinitiative „Biebricher gegen Verkehr XXL“.

„Zufrieden?“ fragt Polizeioberkommissar Rainer Hertling. Mario Bohrmann, Mitorganisator der Demonstration nickt. „Und Sie – auch zufrieden?“ fragt er zurück. Hertling, Polizeieinsatzleiter vor Ort, nickt auch. „Weil alles gut läuft“, sagt er.

„Wir kämpfen für unser Recht, hier vernünftig leben zu können.“

Es ist Samstagnachmittag, 20 Minuten vor zwei Uhr. 200 Meter lang zieht sich der Demonstrationszug mit über 200 Teilnehmern die Hagenauer Straße entlang. Die Verkehrsinitiative hatte, der zu erwartenden eisigen Temperaturen wegen, mit nicht viel mehr als 100 Demonstrierenden gerechnet. Aber die Bewohner der Siedlungen Rosenfeld und Selbsthilfe haben sich davon nicht beeindrucken lassen. Jung und alt sind seit gut einer Stunde auf den Beinen. Kinderwagen werden geschoben. Sogar der Hund trabt an der Leine mit. Durch die Bank durch herrscht Aufbruchstimmung: „Wir kämpfen für unser Recht, hier vernünftig leben zu können.“ (…)

Eine erfolgreiche Demonstration – Wir sagen DANKE!

Wir sind dankbar und bewegt über die große Teilnehmerzahl bei der ersten Demonstration, die es von Biebrichern für Biebricher (und Schiersteiner und im Grunde alle Wiesbadener) gab. Viele, auch manche Ordnungskräfte, rechneten nur mit einer niedrigen 2-stelligen Zahl. Wir äußerten gestern hier im Wiesbadener Kurier unsere Zielvorstellung: 100 +

Doch wir knackten bereits zu Beginn um 13.00 Uhr die Marke von 200 Teilnehmern die uns begleiteten und selbst erstaunt und glücklich waren über diesen Erfolg. Die besten Bilder und auch Videos kommen noch, nur einige wenige, die vom letzten Teil des Zugweges um das BKA herum und auf der Äppelallee vorliegen, stellen wir als “Vorschuss” hier ein (zum Vergrössern anklicken).

Im Rahmen der Abschlusskundgebung wurde auf weitere Punkte eingegangen, die uns neben der Thematik zum Ausbau im Gewerbegebiet betreffen, siehe Kasten Links “Aktuelles”. Der Ausbau von Schiersteiner Kreuz und der Neubau der Schiersteiner Brücke wird die “Brückenköpfe” Biebrich, Schierstein und auch Kastel noch mindestens bis 2018 in kaum absehbarem Maße belasten.

Die Aktionsgemeinschaft Petersweg und BI Fort Biehler, die sich mit rund 15 Teilnehmern aus AKK mit uns solidarisierte und mitlief, überreichte unserer Initiative eine Spende in Höhe von 500 €! Unsere Dankesrunde beginnen wir daher an dieser Stelle gerichtet an unsere östlichen Nachbarorte, aber auch an die Teilnehmer aus dem Ortsbeirat von Biebrich. Wir wollen uns zwar parteipolitisch raushalten, wollen jedoch anerkennen, dass vor allem SPD und GRÜNE sehr stark vertreten waren. Auch Herr Bohrer von der Linken Liste lief mit.

Wir danken den interessierten Medienvertretern von Hessischem Rundfunk, Wiesbadener Kurier, Frankfurter Rundschau, FAZ, Blitztip, Der Biebricher, Wiesbaden Aktuell und jenen, die vielleicht noch vergessen wurden. Wir freuen uns auf die Berichte.

Und wir danken Polizei und Ordnungsamt für die gemeinsame und sorgsame Vorbereitung, die insgesamt das befürchtete Verkehrschaos vollständig ausbleiben ließ. Den betroffenen Märkten und Autofahrern danken wir darüber hinaus für ihr Verständnis. Schließlich aber ein ganz besonderer Dank an das Ford-Autohaus und dessen Chef, Herrn Bayer. Er ermöglichte unsere Kundgebung direkt an der Äppelallee, räumte den Vorplatz für uns und gab uns Strom für unsere heißen Getränke und die Lautsprecheranlage.

Einen schönen 4. Advent wünschen alle BIEBRICHER GEGEN VERKEHR XXL!