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Unsere Demo in den Medien – Video ist online!

Nun, wir sind eine Organisation wehrhafter Bürger, aber ohne finanzkräftige Lobby.

Aber wir haben die volle Unterstützung des Ortsbeirates Biebrich und Schierstein (diese Stadtteile stellen alleine mehr als 20% der Wiesbadener Bevölkerung). Und wir sehen uns klar durch (EU)Recht bestätigt!

Dies wird jedem bewusst werden, der sich ein wenig mehr mit dieser Webseite und unseren berechtigten Anliegen beschäftigt, denn wir haben es hier mit vielfältigen Problemen zu tun die unseren Stadtteil so besonders belasten. Das Eintreten für aktiven Lärmschutz entlang der A 643 ist da nur die Spitze des Eisbergs dessen, was für Biebrich und Schierstein absolut nötig ist.

Es kommt hier zusammen, was nicht zusammen gehört. Wir werden von Bahnlärm, Verkehrslärm und mehr und mehr Fluglärm “verlärmt”. Und Lärm macht krank!

Die Äppelallee und damit auch alle angrenzenden Seitenstraßen gehören bereits seit längerer Zeit zum “Lärmsanierungsgebiet”. Dort werden die Lärmgrenzen, aber auch jene von Feinstäuben und Stickoxiden, regelmäßig überschritten und somit jene für lebenswürdige (oder sollte man sagen “lebensfähige”) Wohngebiete. Es reicht! Dafür gehen wir auf die Straße, dafür werden wir im Zweifelsfalle klagen, wir lassen uns das nicht mehr gefallen.

Wacht auf Bürger von Wiesbaden und Initiativen aus dem Rhein-Main-Gebiet. Nur gemeinsam seid Ihr stark!

Unser Video zeigt die aktuelle Demonstration Ende Mai. Wenn wir es wollten, könnten wir jedes Wochenende das Gewerbegebiet Biebrich dicht machen. Doch das wollen wir nicht, wir treffen damit leider auch die Falschen. Pendler, Kunden und Gewerbetreibende. Adressat sind jedoch Stadt und Land. Sie haben ihre Sorgfalts- und Fürsorgepflicht grob missachtet.

Sollen wir auf vielen Wegen klagen oder wollt Ihr handeln, lieber neu gewählter Magistrat?

Biebrich ist nicht die Melkkuh von Wiesbaden!

DEMO für aktiven Lärmschutz an der A643 am 28. Mai

Folgendes Anschreiben (Original im Anhang) ging über die Osterfeiertage an zahlreiche Vereine, Naturschutzorganisationen und Parteien in Wiesbaden und Mainz:

An alle Interessierten an verbessertem Lärm- und Umweltschutz im Stadtgebiet Mainz-Wiesbaden

Wie Sie sicher der Berichterstattung der Presse in den letzten Wochen entnommen haben, sind beim Neubau der Schiersteiner Brücke nur völlig unzureichende Lärmschutzmaßnahmen vorgesehen. Der sechsspurige Neubau der Schiersteiner Brücke und der Ausbau der A 643 berücksichtigt ein zukünftiges Verkehrsaufkommen von 100.000 Fahrzeugen täglich!

Nicht berücksichtigt werden bei den Planungen des ASV (Amt für Straßen- und Verkehrswesen):

der Lärmschutz und damit verbunden der Schutz der Anwohner. Statt einer durchgehenden Lärmschutzwand soll lediglich vereinzelter, passiver Lärmschutz (Lärmschutzfenster) genügen. Die Ortsbeiräte von Biebrich und Schierstein sind empört und die Stadt erwägt sogar dahingehend zu klagen.

der Naturschutz auf beiden Seiten des Rheines. Ausgleichsflächen für die Zerstörung von Teilen der Naturschutzgebiete „Rettbergsaue“ und „Mainzer Sand“ sollen in Geisenheim (25 km entfernt) auf Kosten des Leinpfades geschaffen werden und nicht im Stadtgebiet. Zur Erhaltung ihres Leinpfades haben die Geisenheimer ebenfalls eine Bürgerinitiative gegründet. Für den Mainzer Sand gibt es die Initiative „Nix in den (Mainzer) Sand setzen“.

Die aktuelle Situation erfordert nun erneut, dass wir unseren Forderungen durch eine

2. Demonstration am Samstag, den 28. Mai 2011 von 13:00 – 15:00 Uhr

(Treffpunkt Zaberner Str. 12 vor dem Siedlerhaus – Seitenstr. der Äppelallee in Höhe Ford Autohaus)

Nachdruck verleihen, denn das ASV lehnt Änderungen oder Einwendungen zu der vorhandenen Planung strikt ab (vgl. „Taube Ohren für den Lärmschutz“, Wiesbadener Tagblatt 07.04.2011).Aus diesen oben genannten und noch mehr Gründen (schauen Sie auf unsere homepage: www.verkehsinitiative.de) möchten wir ein Bündnis schaffen, dass alle Betroffenen vereint, wir gemeinsam auf unserer Demonstration Geschlossenheit zeigen und erreichen, dass unsere Forderungen

 Schutz der Menschen  umfassender Lärmschutz  sinnvoller Naturschutz  intelligente Verkehrslösungen  Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs (z.B. Schienenverkehr)

bei der Planung berücksichtigt werden.

Wir sind nicht gegen einen Neubau der Schiersteiner Brücke, dieser ist nötig!

Wir möchten aber, dass die Planung sinnvoll, wohl überdacht und langfristig den jeweiligen Bedürfnissen der Bürger auf beiden Seiten des Rheins angepasst wird. Diese eine Chance sollten wir nicht verpassen, denn Planungsfehler oder –lücken, können erfahrungsgemäß im Nachhinein nur unzureichend und damit verbundenen zusätzlichen unverhältnismäßig hohen Kosten korrigiert werden.

Wir möchten Sie bitten, diese Informationen an Ihre Mitglieder weiterzuleiten und hoffen auf rege Teilnahme an unserer Demonstration.

Auf unserer Informationsveranstaltung am Montag, 9.5.2011 um 19.00 Uhr im Siedlerhaus

Zaberner Straße 12 berichten wir über den Stand der Dinge zu o.g. Thema und den Themen unserer letzten Aktivitäten (Verkehrsberuhigung Äppelallee, Ausbau XXXL-Mann Mobilia, A643, DEMO, etc.). Auch für die Unterstützung in Form einer Spende wären wir dankbar.

Zum Schluss noch ein Zitat von Helmut Fritz – Ortbeirat Biebrich:

„Es hat sich gezeigt, dass die Verantwortlichen hier aus den Vorgängen um Stuttgart 21 nichts gelernt haben. Soviel sei gesagt – auch die Biebricher und die Schiersteiner können sich zu „Wutbürgern“ entwickeln.“

Schreiben an Vereine – DEMO 28. Mai

Generalverkehrsplan Anti-Möbelzentrum-Initiativen fordern Stadt zu einem Kurswechsel auf

Im Rahmen eines Interviews des für die Kasteler Seite zuständigen Journalisten von der Allgemeinen Zeitung, Herrn Wolfgang Wenzel, konnten Sprecher der Kasteler und Biebricher Initiativen ihre Sicht der Verkehrsproblematik, sowie Lösungsansätze darlegen.

Jahrzehntelang herumgedoktert

06.01.2011 – KASTEL

Von Wolfgang Wenzel

GENERALVERKEHRSPLAN Anti-Möbelzentrum-Initiativen fordern Stadt zu einem Kurswechsel auf

Angemahnt haben die Anti-Möbelzentrum-Initiativen einen Kurswechsel in der kommunalen Verkehrspolitik. Breite Straßen, leistungsfähige Kreuzungen, das sei seit Jahrzehnten das Credo im Rathaus. Nach dieser Methode sei die Stadt mit ihrem Latein am Ende angelangt, sagten Ronny Maritzen von der Aktionsgemeinschaft Petersweg und Mario Bohrmann von der Initiative Biebricher gegen Verkehr XXL.

Überfällig seien ein Ausbau des Bus- und Bahnnetzes, preisgünstige Ein-Euro-Tickets und ein Ring aus Stadtautobahnen. Damit ließen sich die Probleme mit zu viel Autoverkehr sowohl im Kasteler Gewerbegebiet Petersweg als auch in Biebrich an der Äppelallee lösen. Beide Standorte litten unter der gleichen Krankheit: dass sich die Stadt interessenbezogen vom Wirtschaftsdezernat leiten lasse und nur an Symptomen herumdoktere, ohne den Ursachen auf den Grund zu gehen. Sie habe jahrzehntelang getrödelt und versäumt, verkehrspolitisch gegenzusteuern.

Ein Generalverkehrsplan müsse her, ein Masterplan über die Gestaltung der Verkehrsbeziehungen der Zukunft. Stichwort Stadtautobahn: Würde die Stadt die Hoheit über Teilstücke der Autobahnen A 671, A 66 und A 643 erlangen, dann könnte sie an Brennpunkten wie am Petersweg oder in Biebrich zusätzliche Auf- und Abfahrten einrichten. Dann entfiele das vom Land angeführte Gegenargument, dass an Bundesautobahnen Mindestabstände zwischen den Anschlusstellen wie an der Boelckestraße in Kastel einzuhalten seien. Der Vorschlag sei nicht neu, sondern zur Auflage in der Genehmigung des Gewerbegebiets Petersweg gemacht worden. Die Biebricher Bürgerinitiative habe die Forderung im Planfeststellungsverfahren für den Neubau der Schiersteiner Autobahnbrücke erneuert. Die Möglichkeit von Tempolimits und weniger Emissionen würden die Anwohner entlasten. Doch an der Stadtpolitik pralle der Vorschlag zur Übernahme der Straßenbaulast ab. Gleichzeitig ebne sie an der Äppelallee in Biebrich, wo 50 Groß- und Fachmärkte versammelt seien, dem Ausbau zu einer „riesigen Shopping-Mall“ den Weg, obwohl keine Lösung der Verkehrsprobleme erkennbar sei. Die Anti-Möbelzentrum-Initiativen forderten daher einen stadtweiten Stopp der Planungen von Gewerbegebieten, damit durch den Bau von größeren und breiteren Straßen nichts „verschlimmbessert“ und noch mehr Verkehr angezogen werde. Sowie die Einrichtung eines Runden Tischs, an dem unter Beteiligung der Bürger die Städte Wiesbaden und Mainz ebenso wie das Land Hessen, Rhein-Main-Verkehrsverbund, Bahn und die private Wirtschaft sitzen müssten. Die künftige Schiersteiner Autobahnbrücke müsse mit einer Straßenbahntrasse versehen werden. Kaum fünf Minuten Fahrzeit trennten die Rheinallee in Mainz und die Äppelallee in Biebrich. Auch in Richtung Kastel lägen die Gleise für Bahnverbindungen zwischen den Gewerbegebieten ungenutzt herum. Konsumenten werde man in der Regel kaum zum Umsteigen auf die Bahn bewegen, sie brauchten klassische Parkplatzlösungen. Für Pendler wären Bahnverbindungen jedoch ein Segen. Der in Kastel geforderte Ausbau der Boelckestraße auf vier Spuren sei kein Allheilmittel. Als Einzelprojekt würde er er die Verkehrslage nur verschärfen. Bei einer Vernetzung des Straßenprojekts mit anderen Verkehren könne man auch über die Ansiedlungspolitik im Gewerbegebiet Petersweg nachdenken. Dann wären die Bedingungen vielleicht sogar schon erfüllt, sagten die Initiativsprecher im Hinblick auf die Pläne von Mann-Mobilia, in Kastel Fuß zu fassen.