Weitere Artikel zur Demo mit durchweg positivem Echo

Einerseits wurden im gestrigen Bericht von uns bereits einige Artikel, insbesondere der Wiesbadener Lokalzeitungen nachgetragen, andererseits kamen noch etliche hinzu, die wir hier nur anreißen und im Titel mit der Quelle verlinken können. Auch unsere Artikelsammlung unter “Presseschau XXL” wurde heute aktualisiert.

So berichtete die Frankfurter Rundschau gleich mit 2 Artikeln, auch die Mainzer Rhein-Zeitung begleitete unseren Demonstrationszug und hörte gut zu und setzte dies um. Ergänzend berichtete die Allgemeine Zeitung Mainz zu den mit uns solidarisierten Kasteler Initaitiven.

Frankfurter Rundschau:

„Die Menschen wurden vergessen“

Das Ehepaar Frohn lebt zwischen den Biebricher Großmärkten – und leidet unter dem Verkehr. FR-Mitarbeiterin Stefanie Helsper hat sie besucht.

Wenn das Ehepaar Frohn samstagsmorgens aus dem Wohnzimmerfenster schaut, sehen die beiden einen Stau: Autos, die zum Baumarkt wollen oder zu Mann Mobilia XXL oder zu Pflanzen Kölle oder oder… Autos, die aufs Abbiegen warten oder an der roten Ampel. „Mehr stopp als go“, kommentiert Thomas Frohn.

Wenn das Ehepaar Frohn samstags selbst irgendwohin fahren will, „dann lassen wir’s oder warten, bis das Chaos vorbei ist“, erzählt Anke Frohn (47). Vorher kommen sie nur schlecht aus der Straße raus – „Linksabbiegen kann man vergessen“ – und stehen dann selbst ewig im Stau. Das gleiche, wenn sie zu den Stoßzeiten von der Arbeit kommen.(…)

“Die Wutbürger von Wiesbaden”

250 Menschen protestieren gegen den Verkehr im Biebricher Gewerbegebiet. Ihr Hauptziel: Den Ausbau des Mann-Mobilia-Marktes in der Äppelallee verhindern.

Da ist nun „Wutbürger“ das Wort des Jahres. Auch in Biebrich haben sich die Bürger in den vergangenen Wochen geregt. Wütend sind auch sie auf die Politik der Stadt. Wütend über den Verkehr auf der Äppelallee und der Hagenauer Straße, der sie in ihren kleinen Siedlungen inmitten des Gewerbegebiets manchmal einkeilt. Am Samstag sind sie nun auf die Straße gegangen.

Rund 250 Menschen haben sich am Siedlerheim der Siedlungen Im Rosenfeld und Selbsthilfe bei eisigen Temperaturen eingefunden zum Marsch durch das Gewerbegebiet. Erst vor zwei Monaten hatte sich die Bürgerinitiative „Biebricher gegen Verkehr XXL“ gegründet.

Mario Bohrmann, Sprecher der Initiative, führt die Demo an. „Wer hat eine schöne Stimme und möchte ein paar Slogans skandieren“, fragt er lachend rum. Die Stimmung ist gut. Aber das Thema ernst. Die lärm- und staugeplagten Menschen fürchten die Expansionspläne des Möbelriesen Mann Mobilia XXXL. Das Verkehrschaos rund um ihre Siedlung werde dann noch schlimmer.(…)

Mainzer Rhein-Zeitung:

Vielen Biebrichern und Kastelern stinkt die hohe Verkehrsbelastung

Biebrich/Kastel - Samstagmittag in der Biebricher Äppelallee: Viele Autofahrer sind auf dem Weg in die umliegenden Bau- und Möbelmärkte, es geht fast nur im Stop-and-Go-Tempo weiter. Einige hupen, schneller kommen sie dadurch aber auch nicht vorwärts. Aus der Nebenstraße Zaberner Straße strömen plötzlich rund 200 von der Polizei begleitete Demonstranten auf die Äppelallee. Sie sind dem Aufruf der Bürgerinitiative “Biebricher gegen Verkehr XXL” gefolgt und protestieren gegen weitere Marktansiedlungen und den Ausbau bestehender Gewerbeflächen wie etwa von Mann-Mobilia (die MRZ berichtete). Sie rufen: “Lärm, Dreck, Stau, für uns täglich der Gau!” Viele ältere Anwohner sind unter den Demonstranten. Sie tragen Plakate mit Texten wie “Hier leben Menschen – Erst denken, dann planen!”, “Ein Leben ohne Verkehr – lange ist’s her!” oder “Wenn die Stadt nichts geregelt bekommt, sind wir die Ordner!” Ein weißes Wohnmobil und ein Trabi-Cabrio fahren mit. Alles geht geordnet über die Bühne, die großen Verkehrsachsen werden schnell überquert, um die Autofahrer nicht zu provozieren. Diese zeigen sich überwiegend verständnisvoll und nehmen Flugblätter entgegen.(…)

Allgemeine Zeitung Mainz:

Auch Kasteler „Wutbürger“ protestieren mit

20.12.2010 – BIEBRICH/KASTEL

(nfl). Am Treffpunkt Paulusplatz auf dem Weg zur Demo versammelten sich 14 Teilnehmer. Frank Porten von der Aktionsgemeinschaft Petersweg (AGP) bekundete bereits auf dem Paulusplatz seinen Unmut. Das von der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden ausgewählte Wort des Jahres mache auch in Kastel die Runde: „Wir sind Wutbürger“ , so das Credo Portens, der mit der Teilnahme an der Aktion die „Verantwortlichen der Stadt“ in die Pflicht nehmen will: „So kann es nicht weitergehen, wenn ständig die Lebensqualität abnimmt.“ Er meinte die Lebensqualität der Bürger in beiden Stadtteilen, denn sowohl die Biebricher als auch die Kasteler spürten bereits die hohe Verkehrsbelastung. „Wir haben das Gefühl, dass wir gegeneinander ausgespielt werden sollen“, so Porten.(…)

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