Stellungnahme zum Lärmaktionsplan und Anregungen für Stadt und Land

Fristgerecht haben wir heute auf vielfältigem Wege folgende Stellungnahme nebst Anlagen an das Regierungspräsidium Darmstadt sowie das Umweltamt und Stadtentwicklungsdezernat der Stadt Wiesbaden übermittelt.

Wir fügen diese Stellungnahme Lärmaktionsplan bei und übertragen den Inhalt mit zoombaren Bildern in hoher Qualität in den folgenen Artikel. Wir sehen dies auch als Beitrag der letzten 2 1/2 Jahre Initiativenarbeit und Teilergebnis des Dialogforums und der Workshops aus unserer Sicht.

Stellungnahmen zur Lärmaktionsplanung Straßenverkehr für den Bereich 65203 Wiesbaden-Biebrich, Siedlungen Rosenfeld und Selbsthilfe 

Sehr geehrte Damen und Herren,

unsere Initiative vertritt seit 2 1/2 Jahren die Interessen des weitaus größten Teils der Anwohner der Siedlungen Rosenfeld und Selbsthilfe im Planungsgebiet V Südost/Biebrich. Wir machen die bereits am 30.12.2010 im Rahmen unserer Einwendungen zum Ausbau von Schiersteiner Brücke/Schiersteiner Kreuz und A 643 sowie im Einwendungsbegleitschreiben getroffenen Aussagen und Anregungen zum weiteren Bestandteil dieser Ausführungen und nehmen wie folgt zur Lärmaktionsplanung und -Kartierung Stellung:

Bereits innerhalb der bisherigen Kartierungen fallen sachliche Unrichtigkeiten auf. So klaffen zwischen dem Planungsgebiet III, dem Nachbarstadtteil Schierstein und dem uns betreffenden Planungsgebiet V Lücken, die ein 90 Jahre altes Kleinsiedlungsgebiet, die Siedlung Rosenfeld, förmlich durchschneiden.

Bildauszug – Lärmaktionsplan, Teilplan Straßenverkehr –

Abbildung 67 Planungsgebiete im Ballungsraum Wiesbaden

 

Die sie umgebenden Haupterschließungsstraßen, allesamt mit mehr als 3 Mio. Fzg. p.a. belastet, werden so nicht umfänglich erfasst. Insbesondere die Friedrich-Bergius-Straße, die Hagenauer Straße und Äppelallee sowie zahlreiche Großmärkte erst erschließt, liegt außerhalb des Planungsgebietes, ist aber für die Lärm- und Verkehrsentwicklung der angrenzenden Wohngebiete direkt und hauptverantwortlich.

Bildauszug – Lärmaktionsplan, Teilplan Straßenverkehr –

Abbildung 74 Planungsgebiet V Südost/Biebrich

 

Die natürlichen Grenzen des Rosenfeldes (siehe Abbildung 74, Seite 241), teilweise auch die gegenüberliegende Siedlung Selbsthilfe tangierend, werden ignoriert; offensichtlich in alten Planungen auch von der Stadt Wiesbaden, denn Vorschläge für Äppelallee oder Hagenauer Straße suchte man bislang vergeblich.

Konkretisierung und Korrektur Lärmkartierung

Die unzusammenhängende Darstellung ist zu konkretisieren, da sie die gegebene Entwicklung nicht berücksichtigt. Das Planungsgebiet V ist entsprechend zu erweitern oder getrennt zu betrachten in genannten räumlichen Grenzen inklusive der Friedrich-Bergius-Straße und deren südlicher und nördlicher Verlängerung sowie deren Hauptverkehrszuträger im Westen (A 643/Äppelallee) wie im Osten (Herzogsplatz/Kasteler Straße). 

Forderung nach Gesamtlärmkarten

Neben den isoliert betrachtenden Lärmaktionsplanungen zu Straßenverkehr, Schienenverkehr und Luftverkehr muss zukünftig Fluglärm, Bahnlärm und Straßenverkehrslärm zusammenfassend betrachtet und bewertet werden.

Einzelkarten sind auch überlappend darzustellen. Wenn rechnerisch einzelne Lärmquellen erfasst werden können, kann man sie auch rechnerisch zusammenführen.

Korrelation A 643/Schiersteiner Kreuz – Aktiver Lärmschutz an der Autobahn

Messfehler in Lärmkatierung?

Der Kartenausschnitt Abfahrt A 643/Äppelallee zeigt Ungereimtheiten hinsichtlich der durch sie erzeugten Lärmfahne.

Auszug Präsentation Fehler in Lärmkartierung

Auszug Präsentation Fehler in Lärmkartierung

Fragestellungen im Rahmen des Ausbaus A 643 / A 66

Wie sind diese offensichtlichen Darstellungs- fehler zu erklären?

Diese kombinierte Ab/Auffahrt an der Äppelallee soll gegenüberliegend eine neue Zufahrt/Rampe in Richtung Wiesbaden/A 643 erhalten. Diese rückt in unbebautem Gelände erheblich nach Nordosten vor. Siehe folgenden Auszug aus der Präsentation von Hessen Mobil zum Neubau der Schiersteiner Brücke.

Ausschnitt Neubau Schiersteiner Brücke Rampe Äppelallee

Inwieweit wird diese Verlagerung von Verkehrsströmen Richtung Norden berücksichtigt und rechnerisch in der Lärmkartierung überhaupt erfasst?

Auf der Folgekarte ist die bei vorherrschendem Westwind durch Autobahnausfahrt und Umgebung entstehende Lärmfahne und deren Auswirkung bis in die Wohngebiete gut zu sehen. Wie wird einer Verstärkung dieses Effektes begegnet?

Bildauszug – Lärmkartierung Gebietsübersicht III-V

Lärmkartierung Straßenverkehr 2012 Gesamt Ausschnitt1

Lärmkartierung Straßenverkehr 2012 Gesamt Ausschnitt1

Zusammenhänge Ausbau und Nutzung

Es ist offensichtlich, dass der Ausbau der A 643 in Zusammenspiel mit einer tiefgreifenden Erweiterung der Gewerbegebiete in den letzten Jahren Mehrverkehre anzieht, zu deren Bewältigung dieser erhebliche Eingriff und Neubau von nunmehr 2 Schiersteiner Brücken überhaupt erst vorgesehen ist. Doch diese Verkehrsströme kommen nicht nur von der Autobahn, sondern gehen ihre eigenen Wege innerhalb des Stadtgebietes Wiesbaden und umgekehrt.

Die unzureichende innerstädtische Erschließung der Gewerbegebiete Biebrich/Schierstein führt zu zunehmenden und immer gravierenderen Ausweichverkehren durch die Stadtteile und insbesondere unsere Wohngebiete, denen nur durch langfristige und große Lösungen entgegengewirkt werden kann. Es wurden auch nie durch Messungen und Kundenbefragungen die Wechselverkehre innerhalb des Gebietes oder geändertes Pendlerverhalten nutzbar erfasst. Dieses gilt es nachzuholen.

Vorschlag Umwidmung Stadtautobahn

Die Umwidmung der BAB 66 zwischen Schiersteiner Kreuz und Erbenheim zur Stadtautobahn böte Raum für zusätzliche, direkte Anbindungen an das Gewerbegebiet in Biebrich, wie an weitere hochfrequente Bereiche, so das Deponiegebiet hinter der Mainzer Straße und die US-Airbase seitlich Erbenheim. Solche direkten Zufahrten würden viele bestehende Erschließungswege gleichförmig entlasten. Da sie aber alle weitaus überwiegend außerhalb bewohnten Gebietes liegen, würde die Lärmbelastung im gesamten Wiesbadener Süden zwischen Schierstein und Erbenheim/AKK sinken.

Übersicht aus der Präsentation von Hessen Mobil zum Neubau von Schiersteiner Brücke und -Kreuz

Ausschnitt-Neubau-Schiersteiner-Brücke.tiff

Feststellung und Anregungen

Auch hier halten wir die Einwendungen zum Ausbau der A 643 aufrecht und halten lückenlosen aktiven Lärmschutz an Auffahrten und entlang der Autobahn bis zum Schiersteiner Kreuz für unumgänglich.

Die Zunahme der Verkehrsbelastungen und der notwenige Ausbau der Schiersteiner Brücke wird auch mit dem Ausbau der Gewerbegebiete und geänderten Pendlerverhaltens rechtfertigt. Der Zusammenhang Verkehrszunahme durch Großmarktansiedlungen, geänderte Anschlussführung, Erweiterung A 643 sowie Ausbau der Knotenpunkte ist eindeutig hergestellt, wird aber nicht im gebotenen aktiven Lärmschutz berücksichtigt.

Seit der vorbereitenden Rodungen um das Schiersteiner Kreuz in 2012 hat der bis in die Siedlungen vordringende Autobahnlärm zugenommen. Durch schnelle Wiederbepflanzung der gerodeten und nicht mehr für Straßenbau benötigten Bereiche soll wieder eine bessere Streuung der Lärmquellen erreicht werden.

Bereits bei der beginnenden Planfeststellung zur Erweiterung der A 66 muss die Gesamtbelastung berücksichtigt werden. Eine Erschließung und Anschluss des Gewerbegebietes direkt an die A 66, Auffahrt nur in Richtung Frankfurt, würde erheblich Verkehrsströme abfließen lassen ohne sie zurück an den Wohngebieten vorbeizuführen. Siehe Vorschlag Stadtautobahn wie auch LKW-Probematik.

LKW-Problematik

Fragestellungen

Hagenauer Straße und Äppelallee sehen sich erheblich durch LKW-Verkehr belastet. In der Hagenauer Straße vornehmlich durch Zulieferverkehr, der jedoch bei Tag- und Nacht be- und entlädt. Kann hier eine Beschränkung für die Nacht erfolgen?

Die Äppelallee sieht sich durch viele Maut- und Stauumfahrer erheblich belastet. Es wird eine starke Zunahme des LKW-Verkehrs prognostiziert, die aber in ohnehin überlastetem Gebiet nicht mehr zu tolerieren ist. A 643 / A 66 als natürliche Umgehungsstraße werden gemieden. Wie wird dem entgegengewirkt?

Feststellung und Anregungen

Durch nachgewiesenen Missbrauch der Äppelallee durch Speditionen und direkt via BAB anfahrbare Gewerbegebiete (z.B. Deponiegebiet Dyckerhoff am Amöneburger Kreisel, Infraserv) muss der Schwerlastverkehr durch die Wohngebiete begrenzt werden.

In vergleichbaren Fällen wurden bereits von Verwaltungsgerichten ganztägige Fahrverbote für LKW > 12 To. sogar auf Bundesstraßen bestätigt. Dies wird angestrebt. Ein LKW-Durchfahrtsverbot in diesem Bereich bleibt eine zu prüfende Alternative.

Perspektive Umgehung

Im Zuge weitere Ausbaumaßnahmen, auch in Verbindung mit der A 66, sind mittelfristig echte Umgehungen innerhalb des Gewerbegebietes durch Stadt und Land zu prüfen. Bis hin zur Verlagerung der L3482/Äppelallee im Siedlungsbereich nach Norden hinter die Großmärkte via Friedrich-Bergius-Straße / Paul-Friedländer-Straße / Hagenauer Straße / Äppelallee, evtl. auch als Einbahnstraßenring.

Alternative bzw. Ergänzung dazu: Weiterplanung der Untertunnelung der Bahngleise Höhe Hagenauer-Straße bis Erich-Ollenhauer-Straße, ggfls neue Zufahrt A 66 an dieser Stelle zur Entflechtung des Verkehrs.

Langfristige Potentiale zur Lärmminderung

Zu entlastendes Gebiet Siedlungen Rosenfeld und Selbsthilfe

DIE INITIATIVE IST SICH BEWUSST, DAS MAßNAHMEN NICHT ZUR VERSCHIEBUNG DER VERKEHRSSTRÖME IN ANDERE BEWOHNTE BEREICHE FÜHREN DÜRFEN.

VERKEHRSVERMEIDUNG GEHT VOR BESCHLEUNIGUNG. DIE SIEDLUNGEN ROSENFELD, SELBSTHILFE, DAS PARKFELD UND DIE RHEINGAUSTRASSE SIND GLEICHERMAßEN ZU ENTLASTEN UND ZU SCHÜTZEN. DIE EIGENTICHE UMGEHUNGSSTRASSE MUSS DIE AUTOBAHN SEIN BZW. WIEDER WERDEN – A643/A66. AUCH EINE WEITERE UMGEHUNG INNERHALB DES GEWERBEGEBIETES FÜR ZULIEFERVERKEHR IST DENKBAR.

Bildauszug – Lärmkartierung Gebietsübersicht V Siedlungsbereich

Lärmkartierung Straßenverkehr 2012 Gesamt Ausschnitt2

Lärmkartierung Straßenverkehr 2012 Gesamt Ausschnitt2

Stärkung von Alternativen / Öffentlicher Personennahverkehr / Radverkehr

Verkehrsvermeidung / Radwege

Es fehlen Radwegenetze im gesamten Stadtgebiet. Insbesondere im Planungsgebiet V hat der Radverkehr stark zugenommen. Mangels sicherer Alternativen werden Fußgängerwege im Siedlungsgebiet missbraucht. Es kommt zu Konflikten zwischen Fußgängern, Radfahrern, ein- und ausfahrenden Anwohnern der Erschließungsstraßen. Die Fortführung sicherere Radwege bietet für manche Verkehrsteilnehmer eine Alternative zum Kraftfahrzeug und muss vorangerieben werden. Sie ist ein weitere Beitrag zur Lärmminderung durch Verkehrsvermeidung.

Echte Regiobahn / Schienenverbindung Mainz prüfen

Die geplante Stadtbahn Wiesbadens ist derzeit nicht umsetzbar. Eine schneller, billiger und effektiver umsetzbare Alternative auf weitgehend bestehendem, alten Gleisnetz zur Entlastung Biebrichs, wurde bisher nicht ernsthaft geprüft, obwohl von uns schon in 2010 angeregt.

Stadt und Land werden zur unverzüglichen Prüfung einer Regiobahn im Bereich entlang der alten Bahngleise zur Erschließung des Gewerbegebietes angeregt. Ein Anschluss zum DB-System wäre bereits ab Bahnhof-Biebrich möglich, so ist z.B. in kürzester Zeit auch eine Verbindung mit dem Gewerbegebiet Petersweg darstellbar, ohne neue Schienenwege zu bauen.

Weite Teile des alten Güterverkehrnetzes bis kurz vor das Schiersteiner Kreuz sind noch nicht entwidmet und im Besitz oder Zugriff der Stadt Wiesbaden. Diese könnten an mindestens einer Stelle (zwischen den Baumärkten auf Höhe Friedrich-Bergius-Straße oder östlich entlang der A 643) durch das Gewerbegebiet in Richtung Äppelallee fortgeführt werden und so als Schnellverbindung mit dem vorhandenen ÖPNV auf Höhe Äppelallee-Center/Friedrich-Bergius-Straße kombiniert werden.

Der Brückenschlag nach Mainz wäre hier in kürzester Distanz ebenso denkbar wie eine Verlängerung zum Schiersteiner Hafen bzw. ab Bahnhof-Biebrich über kleinere Teilstücke ins Zentrum Biebrich (bis Galatea-Anlage) oder in Richtung Innenstadt auch als Querverbindung zur Aartalbahn vor dem Henkelpark.

Der Bund, die Länder Rheinland-Pfalz und Hessen sowie die Kommunen Mainz und Wiesbaden werden aufgefordert, eine städteübergreifende Schienenverbindung schon mit der Umsetzung der Schiersteiner Brücke zwischen Mainz-Mombach und Wiesbaden-Biebrich vorhabenübergreifend zu prüfen.

Der Anschluss an das Bussystem und später auch Schmalspurnetz der Stadt Mainz durch eine solche Regiobahn würde erhebliche Verkehrsentlastungen mit sich bringen. Lediglich 2-3 km Schienenweg wären zwischen den Landeshauptstädten an dieser Stelle nötig, ohne ein eigenes Brückenwerk bauen zu müssen. Darstellbar mit geringen statischen Änderungen auch auf der bereits geplanten Standspur der neuen Schiersteiner Brücken ab 2019, ohne die Verkehrsaufnahmefähigkeit als solche zu beeinträchtigen, aber mit potentiell sehr hohem Umsteigeinteresse für Pendler wie Konsumenten. Siehe auch hierzu die Einwendungen vom 30.12.2010.

Sofortmaßnahmen

Kombinierte Maßnahmen zur kurzfristigen Minderung von Straßenverkehrslärm

Eine maßvolle und überwachte Reduzierung der Geschwindigkeit für alle Fahrzeuge in der Nachtzeit, in Verbindung mit einem Beschränkung des LKW-Verkehrs bei Tag und Nacht auf der Äppelallee und nachts im Bereich der Hagenauer Straße werden als kurzfristig effektivste Möglichkeit gesehen, die Lärmbelastung der Wohngebiete durch Straßen- und Verkehrslärm wahrnehmbar um mindestens 1-3 dB im Mittelwert zu senken.

Feststellung und Anregungen zu Geschwindigkeitsreduzierung

Dass in vergangenen Vorschlägen angeregte „Pilotprojekt Tempo 30 km/h nachts”, welches selbst im Biebricher Ortskern nicht genehmigt wurde, da die Lärmwerte dort nach Ansicht des Landes nicht hoch genug wären, sollte erneut überprüft werden. Gerade zwischen den Siedlungen Rosenfeld und Selbsthilfe wäre aufgrund der stets überschrittenen Nachtgrenzwerte ein solcher Vorschlag zur Geschwindigkeits- wie Lärmreduzierung, selbst wenn nur auf Tempo 40, sicher effektiver. Gleiches gilt für die Hagenauer Straße, die als nicht gewidmete Straße (weder Land- noch Kreisstraße) ohnehin weniger restriktiv gehandhabt werden müsste.

Eine bereits in der Umsetzung befindliche stationäre Geschwindigkeitsmessanlage zwischen den Siedlungen an der hochfrequenten Äppelallee würde eine maßvolle Geschwindigkeitsreduzierung des nachts schnell umsetzen helfen. Insoweit verweisen wir auch auf die allgemeinen Vorschläge und Stellungnahmen der Landeshauptstadt Wiesbaden zur Lärmaktionsplanung und ergänzen diese in kombinierter Betrachtung von städtischer Fürsorge und Pflichten des Landes.

Ergebnisse Workshop und listenförmige Eingaben zur Lärmaktionsplanung

Neben diesen Fragestellungen und Anregungen zu Lärmkartierung und Lärmaktionsplan der Initiative und der Siedlungen Rosenfeld und Selbsthilfe fügen wir weitere, durch die Anwohner gesammelte Kritikpunkte und Ideen bei.

Im Rahmen eines Workshops am 16. Mai 2013 gemeinsam mit dem Umweltamt wurden hier bereits ausführlicher behandelte Vorschläge thematisiert, sowie weitere Anregungen zur Lärmvermeidung aufgenommen, die sowohl die Hoheit der Stadt als auch den Einfluss des Landes betreffen. Sie können aber nicht isoliert betrachtet werden und werden somit gesammelt dargestellt. Diese werden durch eine Teilnehmer- und Unterschriftenliste von 38 anwesenden Familien bestärkt.

Mit freundlichen Grüßen

i.V.

Für die Siedlergemeinschaft Rosenfeld und Selbsthilfe e.V./Initiative Biebricher gegen Verkehr XXL

Anregungen_Lärmaktionsplanung 2013-05-16_Workshopergebnisse

comments

4 Kommentare zu Stellungnahme zum Lärmaktionsplan und Anregungen für Stadt und Land

  1. Schulz, Anne-Katrin

    sehr geehrte Damen und Herren,
    zum Lärm in Wiesbaden- Biebrich. Die A 66, A643 verursacht ständig Lärm, ebenso die Bahn. Ich wohne am Gräselberg und höre die Bahn von Schierstein kommend bis sie Biebrich wieder verlässt. Hinzu kommt noch der Fluglärm.
    Aber was besonders das Verkehrsaufkommen in Biebrich betrifft, muss eine Lösung gefunden werden.
    Das Umfeld der Äppelallee und auch der Hagenauer/Alte Schmelze ist ekklatant betroffen. Wenn jetzt auch noch Mann Mobilia vergrößert, wird es unerträglich. Einige Häuser weisen heute schon Risse von den Er-
    schütterungen der LKW`s auf.
    Da muss mehr als dringend mehr als einiges unternommen werden.
    Mit freundlichen Grüßen
    Anne-Katrin Schulz

  2. Liebe Frau Schulz,

    Sie sprechen uns aus dem Herzen. All dies sind unsere Themen als BI seit 2 1/2 Jahren. Und vieler Menschen seit Jahrzehnten. Wenn Sie mal viel Zeit haben, blättern sie sich durch die mittlerweile entstandenen über hundert Artikel. Mit vielen Hintergrundinformationen.

    Wir kennen die Lärmfahnen entlang der Autobahnen. Gerade jetzt hört man öfter tief in der Nacht Idioten, die ihre hochtourigen Motorräder vor und ab Schiersteiner Kreuz unnötig lautstark beschleunigen. Und es ist kein aktiver Lärmschutz am Schiersteiner Kreuz geplant. Obwohl wir auch dafür seit Beginn kämpfen. Gute Chancen bestehen aber bei der für die Zukunft geplanten Verbreiterung des Reststücks der A 66 ab Schiersteiner Kreuz bis Erbenheim. Sowohl Gräselberg wie auch die Gibb sind hiervon noch mehr betroffen wie wir hier.

    Wir brauchen eine ganzheitliche Sichtweise, die Stadt, Land und Bund leider nicht vermögen. Gibb, Gräselberg, Biebrich und Schierstein müssen entlastet, und nicht weiter belastet werden. Melden Sie sich doch bitte für unseren Newsletter an. http://verkehrsinitiative.de/?page_id=212 Dann bekommen Sie einen Hinweis auf neue Artikel.

    Für den 3. Juli laden wir die Wiesbadener Bundestags- und Landtagskandidaten ein und verknüpfen dies mit einer Versammlung der Betroffenen und Interessierten. Sie sind herzlich willkommen.

  3. Siegbert Orben

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    schon in den 80ziger Jahren haben wir als Anwohner der Andreas-Hofer-Straße wegen des unerträglichen Lärm der A 66 Unterschriften gesammelt und den Behörden vorgelegt. Hinzu kam die südliche Bebauung der Bahnlinie, die durch den Reflektionsschall der Bahn den Lärm noch verstärkt. Es ist dringend notwendig bei dem jetzigen Umbau der A 643 und später der A 66 optimale Schallschutzmaßnahmen zu errichten.

  4. Lieber Herr Orben,

    wir haben das Planfeststellungsverfahren zur Schiersteiner Brücke fast von Beginn an begleitet. Geben Sie in der Suchfunktion “Einwendung” ein und beginnen Sie hier http://verkehrsinitiative.de/?p=791

    All unsere Einwendungen wurden jedoch aufgrund schöngerechneter und isoliert betrachteter Werte relativiert und abgewiesen. Auch die Stadt bietet nur halbherzige Alternativen an. Ähnlich verhält es sich im Übrigen mit dem Neubau des größten Einzelhändlers im gesamten Stadtgebiet an ohnehin schon überlasteter Stelle. XXXLutz nimmt wenig Rücksicht auf Initiativen – Unsere Beschwerde und Antrag auf Baustop von Mann Mobilia liegt gerade beim Verwaltungsgerichtshof in Kassel.

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