Hessenschau – LKW´s auf der Äppelallee und XXXL-Verkehr

Anfang Juli 2012, mithin sogar in relativ verkehrsarmer Ferienzeit, besuchte uns kurzfristig ein Team des Hessischen Rundfunks. Bürger, Ortsbeirat und Stadträtin kamen zu Wort, wenngleich 3 Minuten keinesfalls ausreichen, um den Gesamtkomplex zu beleuchten.

 

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So müssen wir an dieser Stelle auch Frau Stadträtin Möricke widersprechen. Der ursprüngliche Bebauungsplan auf den das Chaos und der vermeintliche Ausbauanspruch von Mann Mobilia/XXXLutz fußt, geht auf das Jahr 1968 zurück. Als noch eine “Autogerechte Stadt” gewünscht war, die bekanntermaßen längst zur umweltpolitischen Sackgasse erklärt wurde. Der Bebauungsplan Äppelallee II von 1984 forcierte das ganze lediglich noch in weiteren Bereichen wie der Hagenauer Straße, aber Mann Mobilia und das Äppelallee-Center gehen auf den ursprünglichen zurück.

Auch konnte viel durch den Hessischen Rundfunk gedrehtes Material aus den 90 Jahre alten Wohnsiedlungen keine Verwendung finden. Das alles gäbe locker Stoff für eine halbstündige Reportage.

Doch wir freuen uns sehr, dass die Hauptproblematik recht gut rüberkam. Fortgesetzt grundgesetzwidrige Handlungen von Hessens Landeshauptstadt zuungunsten 2er Stadtteile und uralter Wohnsiedlungen der Wirtschaft wegen. Mit jedoch ungeahnten volkswirtschaftlichen Schäden, die vermeidbar wären. Wenn man denn wollte.

Route Knettenbrech Deponie und Alternative

Route Knettenbrech Deponie und Alternative

Hinzu kommt eine geradezu menschenverachtende Logistik-Steuerung ortsansässiger Unternehmen, die ohne jegliche Not ihre LKW bei Tag und Nacht durch die Wohngebiete senden, statt über den direkten Autbahnanschluss innerhalb des Gewerbegebietes. Die im Beitrag gezeigte Abkürzung nutzen auch viele rein durchfahrende Speditionen, jedoch fallen Mann Mobilia und auch der Deponiebetrieb Knettenbrech Gurdulic besonders auf und ins Gewicht. Trotz Kenntnis und wider besseren Wissens geben sie keine Anweisung an ihre Fahrer, die unmittelbaren Autobahnauffahrten und eigentlich schnellsten Routen zu nutzen, sondern die kürzeste, durch Wohngebiete, die älter sind als deren Unternehmen.

Im hier eingefügten Bild eines Routenplaners sind die beiden Betriebsstätten von Knettenbrech-Gurdulic in Mainz-Mombach und Wiesbaden Biebrich/Amöneburg als Start und Zielpunkt zu sehen. Alleine dieser Deponiebetrieb ist Tag für Tag für mehr als 200 LKW-Schwerlastbewegungen über die Äppelallee verantwortlich.

Bei den für die Hessenschau privat aufgezeichneten Nachtaufnahmen stellte sich heraus, dass 2/3 dieser LKW in der besonders belastenden Zeit zwischen 23 und 5 Uhr ebenfalls von Knettenbrech-Gurdulic kamen.

comments

Ein Kommentar zu Hessenschau – LKW´s auf der Äppelallee und XXXL-Verkehr

  1. Der Bericht ist sehr gut geworden! Kompliment an die Redaktion.
    Frau Möricke hat sicherlich in sofern Recht, als dass XXXL augenscheinlich das Baurecht auf seiner Seite hat.
    Allerdings kommt die Straßenplanung ihres Dezernates (trotz Bau eines Kreisels an einer total unpracktischen Stelle seitens XXXL) nicht mehr mit.

    Da wieder einmal mit allen Tricks die Anzahl der benötigten Parkplätze für den Ausbau geschönt wurden, werden, noch mehr als bisher, die auf freie Parkplätze Wartenden die Kreuzungen und Straßen mit ihren Fahrzeugen plockieren!
    Das Fazit ist dann auch noch mehr als bisher, die vermehrte Anzahl der Abkürzer durch unsere Anliegerstraßen.

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